Über das Zusammenleben ·

Der Fuchs, Akt 3

Teil 3 von 3 · Der Fuchs

Und hier endet die Geschichte vom Wald.

Vom Fuchs.

Von der Maschine.

Sie ist nicht neu.

Sie war es nie.

Und ihr kennt sie.

Nicht in jedem Detail.

Aber in ihrem Gefühl.

Ihr habt es schon gespürt.

Nicht plötzlich.

Nicht laut.

Sondern leise.

Dort, wo ihr einen Gedanken hattet⁠— und ihn nicht ausgesprochen habt.

Dort, wo etwas nicht stimmte⁠— und jemand sagte, es sei schon richtig so.

Dort, wo es einfacher war, mitzugehen, als stehen zu bleiben.

Ihr kennt es.

Auch wenn ihr es nicht so nennt.

Auch wenn ihr euch daran gewöhnt habt.

Das ist das Eigenartige daran.

Es beginnt nicht mit Zwang.

Es beginnt mit Zustimmung.

Nicht entschieden.

Nur⁠— nicht widersprochen.

Und mit jedem Moment, in dem ihr es weitergeschehen lasst,

verschiebt sich etwas.

Kaum sichtbar.

Kaum benennbar.

Aber spürbar.

Wenn ihr still genug werdet.

Ihr habt dieses Gefühl nicht verloren.

Nur abgelegt.

Irgendwo.

Dort, wo Dinge liegen, die einmal wichtig waren.

Und die man nicht mehr braucht⁠— bis man merkt, dass genau sie gefehlt haben.

Man kann es wiederfinden.

Nicht durch einen großen Schritt.

Nicht durch einen Entschluss.

Sondern genau dort,

wo ihr euch fragt:

„Stimmt das eigentlich?“

Und diesmal nicht weitergeht.

Nicht sofort antwortet.

Nicht sofort zustimmt.

Sondern stehen bleibt.

Das reicht.

Mehr braucht es nicht.

Nicht für den Anfang.