Trilogie des Innehaltens ·

Pfade und Wege

Teil 2 von 3 · Trilogie des Innehaltens

Gedanken nahen, wandeln auf schmalen Pfaden, zögernd, suchend.

Doch wer ihnen folgt, macht aus Pfaden Wege – und aus dem Gehen eine Richtung.

Und so nehmen mich, in der zweiten Sonnenzeit, Gedanken an die Hand.

Sie binden mich nicht fest, doch sie führen mich, ziehen mich über neue Pfade, die sich verzweigen zu Variationen von Wegen.

Sie halten mich, zeigen mir ihre Bauarbeiten, an Struktur und Verlauf.

Wege, die ich nicht hätte erkennen können, nicht einmal dann, wenn sie mir gewiesen worden wären.

Und während ich diese Varianten erkenne, sie begreife,

breitet sich etwas in mir aus:

Ein Gefühl von Sicherheit. Und Wärme.

Ein Zustand, dessen Existenz fast verloren schien, seiner Würde entzogen, im Tagewerk verschüttet.

Und doch war er stets Fundament, leise wirkend, unbemerkt tragend.